Die Zeit betreibt einige Blogs. Eins davon heisst Bangalore. Das habe ich grade entdeckt und sogar einen Artikel ueber Koramangala gefunden. Koramangala ist der Stadtteil, in dem ich auch lebe. Aber er passt nicht so wirklich zu der Beschreibung dort:
Vor allem sehen ich hier fanatstische Villen mit üppig blühenden Magnolienbäumen im Garten, die dann so zauberhafte Namen haben wie „Eden Escape“ oder „Hibiscus Habitat“.
Aber vielleicht ist einer der naechsten Absaetze des Raetsels Loesung, warum “mein” Koramangala so ganz anders ist:
die morgens von Chauffeuren in japanischen Geländewägen oder im BMW durch die verstopfen Straßen Bangalores gefahren werden.
Mal abgesehen davon, dass ich hier noch keinen einzigen BMW (dafuer aber schon 3 Mercedes) gesehen habe: Vielleicht wird die Autorin ja in einem Gelaendewagen mit schwarzen Fenstern abgeholt, so dass sie die Stadt nicht sieht. In meinem Koramangala fliesst ein stinkender Abwasserkanal direkt neben einer Muellkippe (keine 100 Meter neben unserem Guesthouse) entlang, sind einige Zelte aufgebaut und wirklich schoene Haeuser gibt es kaum. Ist es schlimm? Nein, es ist vermutlich wirklich einer der besseren Stadtteile. In anderen Stadtteilen, die ich bisher gesehen habe, war es jedenfalls schlimmer. Aber Koramangala ist keinesfalls ein edles Villenviertel.
…wahrscheinlich lebt ihr einfach nur in verschiedenen Sektoren von Koramangala. Dieser Stadtteil ist riesig und in Sektoren I bis V unterteilt. Dann gibt es noch einen industriellen Sektor, wo sich das Forum befindet und mein College. Sektor III ist tatsächlich ein Villenviertel, wo nur die reichen wohnen, wo es riesige, wunderschöne Villen und fette importierte Autos gibt. Koramangala ist eine sog. Posh Area in Bangalore, da zu wohnen ist sowas wie ein Statussymbol und die Grundstückspreise sind höher als in vielen anderen Gegenden, aber nicht die höchsten. Dann gibt es noch die heruntergekommenen Gegenden in Koramangala, zum Beispiel Jakkasandra Extension.
Daniela